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Brust-OP! Im Interview mit Dr. med. Simone Hellmann

Sind Brustvergrößerungen nach wie vor ein sensibeles Thema oder mittlerweile Gang und Gäbe? Welche ist die beliebteste Körbchengröße? Welche Risiken birgt eine Brustvergrößerung?

Diesen Fragen und noch vielen mehr gehe ich heute im Interview mit Frau Dr. med. Simone Hellmann auf den Grund und wie schon bei meinem vergangenen Interview “Die Wahrheit über Botox & Hyaluronsäure” wird mit Mythen im Thema Brustvergrößerung aufgeräumt!

 

Zu der Person Frau Dr. med. Simone Hellmann.

Dr.med.Simone Hellmann

Dr.med.Simone Hellmann

Dr. med. Simone Hellmann ist Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit mehr als 19 Jahren Berufserfahrung. In ihrer privaten Kölner Praxis begleitet sie ihre Patienten mit den Augen einer Frau und Liebe zum Detail sowohl bei non-invasiven Behandlungen mit Botox oder Hyaluronsäure zur Hautverjüngung als auch bei operativen Eingriffen innerhalb des Spektrums der Plastischen Chirurgie (Brustvergrößerung, Lidstraffung, Fettabsaugung, Bauchdeckenstraffung etc.) Zu den neuesten Entwicklungen gehört das ‚Natural Soft Lift by Dr. Simone Hellmann®‘, eine Methode, mit der Dr. Hellmann dem Patienten einen individuellen, langfristigen Verjüngungsplan erstellt, der in mehreren Schritten umgesetzt wird und als europäische Marke eingetragen ist.

  

Im Interview mit Frau Dr. med. Simone Hellmann, Köln

 

Kim Asmus: Frau Dr. Hellmann, was sind die häufigsten Gründe, dass Frauen Sie in Ihrer Praxis in Bezug auf Brustvergrößerung aufsuchen?

Dr. Simone Hellmann: Viele Frauen sind mit der Form, Größe oder Festigkeit ihrer Brüste nicht glücklich und wünschen sich daher eine Optimierung in Form einer Brustvergrößerung. Frauen mit sehr kleinen Brüsten fühlen sich oftmals nicht weiblich genug, aber auch eine erschlaffte oder angeboren schlauch-artig geformte Brust kann für eine Frau eine psychische Belastung darstellen, die sie korrigiert zu bekommen wünscht.

Kim Asmus: Ist eine Brust-OP nach wie vor für die Frauenwelt ein sensibles Thema oder sind die Patienten mittlerweile lockerer, als noch vor ein paar Jahren, weil es inzwischen fast schon „Gang und Gäbe“ ist?

Dr.Simone Hellmann: Sicherlich wird mit dem Thema einer Brustvergrößerung heutzutage offener umgegangen als noch vor 15 Jahren. Allgemein hat die Plastische und Ästhetische Chirurgie – auch in Deutschland – eine größere Akzeptanz im Laufe der Jahre erfahren. Dennoch bleibt es individuell unterschiedlich, wie ‚locker‘ die jeweilige Frau mit der operativen Veränderung ihrer Brüste umgeht. Meine Patientinnen sind allerdings eher auf Diskretion bedacht. Von ärztlicher Seite ist es mir wichtig zu sagen, dass eine Brustvergrößerung eine Operation ist, die durchaus Risiken in sich trägt. Es sollte also nicht der Eindruck entstehen, dass man eine Brust-OP mal eben so ‚zwischendurch‘ machen lässt, sondern die Entscheidung und die Wahl des Operateurs wohl überlegt sein muss.

Kim Asmus: Gibt es eine gewünschte „Körbchengröße“, die besonders oft angestrebt und von Frauen gewünscht wird?

Dr. Simone Hellmann: Jede Frau, die schon einmal BHs von unterschiedlichen Herstellern gekauft hat, weiß, dass die eigene Körbchengröße sehr variieren kann. Es gibt keine klassische „B- oder C-Körbchen Brust“. Da ich dafür bekannt bin, natürliche Ergebnisse zu erschaffen, kommen in meine Praxis eher die Patientinnen, die als Ergebnis ihrer Brustvergrößerung einen natürlich aussehenden Busen wünschen. Möchte man es auf die Körbchengröße reduzieren, würde ich sagen, sie variiert je nach Statur und Anatomie der Patientin zwischen dem Wunsch nach B bis max. D. Grundsätzlich kann ich, dank meiner speziellen Messmethode, für jede Frau vor der Operation die optimale Implantatsgröße und –form ermitteln.

Kim Asmus: In den Medien wird oft über „Ballartige“ Silikonbrüste gelächelt. Wie entstehen diese? Und wie lässt sich dieser „Look“ verhindern?

Dr.Simone Hellmann: Eine Brustvergrößerung, die die Brüste optisch wie „Ballons“ aussehen lässt und meist einen breiten Zwischenraum im Bereich des Brustbeins zeigen, ist oftmals das Resultat eines unglücklich gewählten Implantates oder einer nicht optimalen OP-Technik. In diesem Falle liegen oft viel zu große, runde Implantate über dem Brustmuskel. Grundsätzlich kann es auch sein, dass das Implantat sehr groß und mit starker Vor-Projektion gewählt wurde, die Trägerin aber eine zierliche Statur hat und somit die Brüste unnatürlich vom Körper abstehen. Wir können diesen ‚Look‘ vermeiden, indem die Implantat Auswahl vor der Operation mehrdimensional bestimmt und perfekt an die Patientin angepasst wird und eine ausgefeilte OP-Technik mit Implantat Lage unter dem Brustmuskel durchgeführt wird.

Kim Asmus: Ich habe mal gehört, dass es zwei Arten von Silikonimplantaten gibt, zum einen runde und zum anderen die Tropfenförmigen. Wann und warum werden die jeweiligen Implantate eingesetzt und was sind die Unterschiede zwischen den beiden Implantat-Typen?

Dr. Simone Hellmann: In früheren Jahren kamen lediglich runde Implantate zum Einsatz. Das runde Implantat vergrößert die Brust im Allgemeinen und gibt eine Fülle von oben nach unten sowie über die gesamte Brustbreite. Seit 1994 gibt es die anatomischen (auch tropfenförmigen) Implantate, die von der Seite betrachtet weitgehend dem Profil einer natürlichen Brust mit mehr Fülle im unteren Bereich entsprechen. Der größte Vorteil der anatomischen Implantate liegt in der besseren Kontrolle der Brustform, besonders bei Asymmetrien lassen sich mit anatomischen Implantaten gute Ergebnisse erzielen. Allerdings erfordert die operative Vorgehensweise insbesondere mit tropfenförmigen Implantaten eine hohe Expertise seitens des Chirurgen, da die Höhle für das Implantat exakt geschaffen werden muss, damit es sich später nicht dreht.

Kim Asmus: Kann man sich als Patientin aussuchen, welche Implantat-Typen und welche „Körbchengröße“ man bekommt oder geht dies nicht so einfach?

Dr.Simone Hellmann: Selbstverständlich werden die Wünsche der Patientin berücksichtigt, die Implantatform und –größe sollte allerdings immer individuell angepasst werden. Ich verwende dazu eine spezielle von Prof. Per Hedèn aus Stockholm entwickelte Messmethode, die ich von ihm persönlich gelernt habe. Diese stellt die Anatomie der Patientin in den Vordergrund. Damit lege ich vor der Operation gemeinsam mit der Patientin anhand ihrer eigenen anatomischen Gegebenheiten die optimale Implantatgröße und –form fest. Die Patientin weiß also genau, welches Implantat sie bekommt und muss sich nicht darauf verlassen, dass ich eines in der OP für sie aussuche und dabei hoffentlich ihren Geschmack treffe.

Kim Asmus: Welche Risiken birgt eine Brust-OP?

Dr. Simone Hellmann: Es gibt allgemeine Risiken, wie z. B. die Möglichkeit einer Blutung bzw. Nachblutung, des Weiteren Durchblutungs-, Wundheilungs- und Sensibilitätsstörungen insbesondere der Brustwarze. Spezielle Risiken sind eine mögliche Stillunfähigkeit, Tast- und Sichtbarkeit des Implantates, Asymmetrien, Flüssigkeitsansammlungen im Wundbereich, das Auftreten einer Kapselfibrose und störende Narben. Die Thrombose- und Emboliegefahr wird durch eine frühe Mobilisation nach der Operation sowie die Gabe von Heparin minimiert. Anfang der 90er-Jahre wurde die Sicherheit von Silikongel-Implantaten angezweifelt, da einige Frauen über Gelenkschmerzen, Fieber, Müdigkeit und Brustschmerzen (Symptome wie bei Erkrankungen des Immunsystems) nach Implantation von Silikongel-Implantaten klagten. Viele wissenschaftliche Studien haben mittlerweile nachweisen können, dass es keine medizinischen Bedenken gegen das Einbringen von Silikongel-Implantaten geben muss. In Einzelfällen ist eine Unverträglichkeit jedoch nicht auszuschließen. Insgesamt gesehen ist eine Brustvergrößerung in den Händen eines ausgebildeten plastischen Chirurgen eine komplikationsarme Operationsmethode.

Kim Asmus: Wie lange dauert es nach der Brustoperation bis man wieder fit ist, bzw. man uneingeschränkt wieder am Alltag teilnehmen kann?

Dr. Simone Hellmann: In der Regel bleibt die Patientin eine Nacht in der Klinik zur Überwachung. Für die kommenden sechs Wochen muss ein Spezial-BH getragen werden und die Patientin darf keinen Sport machen. Grundsätzlich fühlen sich die meisten unserer Patientinnen nach einer Woche wieder fit und können den gewohnten Tagesablauf wieder aufnehmen.

Kim Asmus: In dem gesamten Spektrum der Plastischen und Ästhetischen Schönheitschirurgie gehen ja so einige Mythen um! Mit welchem Mythos in Sachen Brustvergrößerung würden Sie gerne aufräumen?

Dr. Simone Hellmann: Mit dem Mythos, dass die Größe des Implantates, namentlich die Milliliterzahl, das einzig entscheidende bei einer Brustvergrößerung ist! Das Volumen ist einfach nur ein mathematisches Resultat aus Höhe, Breite und Projektion des Implantates. Deshalb macht es keinen Sinn, eine Brustvergrößerung auf diesen Umstand zu reduzieren, zumal ich ja bereits erläutert habe, dass es natürlich keinen Sinn macht, nur ein „Kissen in eine Höhle“ zu stopfen. Eine gut durchgeführte Brustvergrößerung gibt der Brust nicht nur mehr Größe, sondern auch eine schöne Form basierend auf den natürlichen Proportionen der Patientin – für ein tolles Dekolleté!

Kim Asmus: Frau Dr. Hellmann ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Zeit und für ein schönes und offenes Interview.

Frau Dr. Hellmann: Ich danke Ihnen Frau Asmus.

Sie möchten mehr über Dr. med. Simone Hellmann erfahren? Dann folgen Sie diesem Link zu dem neuen Video von Dr. med. Simone Hellmann, in dem sie sich vorstellt. 

Wenn auch Sie mit dem Gedanken spielen eine Brust-OP vornehmen zu lassen oder sich noch nicht sicher sind, nehmen Sie doch Kontakt mit Frau Dr. Med. Simone Hellmann auf oder vereinbaren Sie einen Termin in Ihrer H-Praxis auf der Mittelstr. in Köln.

Ihre Kim Asmus

 

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Ein Kommentar zu “Brust-OP! Im Interview mit Dr. med. Simone Hellmann”

  1. Vielen Dank für die Veröffentlichung dieses interessanten Interviews. Wirklich informativ einmal solch Einblicke zu bekommen. Gerade weil für viele junge Frauen die Frage nach der Brust Operation sehr gut überlegt werden sollte. Es ist ein großer Eingriff der viel verändert.

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